100 bewegte Jahre im Schach

Königlicher Denksport feiert in Osnabrück Jubiläum

 

aus: Neue Osnabrücker Zeitung – Stadt Osnabrück – 01.10.2019

Einen Empfang im Rathaus gab es für den Osnabrücker Schachverein zum 100. Geburtstag. Michael Gründel

Osnabrück Schon mehrfach musste der Osnabrücker Schachverein sein Trainings- und Spiellokal wechseln, und auch sonst war die Vergangenheit bewegt. Dessenungeachtet hält sich der OSV seit 100 Jahren. Zum besonderen Jubiläum gab es unter anderem einen Empfang im Rathaus.

 

1919 im Hotel Hohenzollern am Hauptbahnhof gegründet, folgten Höhen und Tiefen. Im Nationalsozialismus wurden OSVer aus politischen Gründen vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Der wurde nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt, wobei die Schachspieler Holz und Briketts zum Heizen mitbringen mussten.

 

Seit 1985 ist der Barenturm an der Vitischanze die Heimat des Vereins, der auch dank des früheren Jugendleiters Karl Schlinkert auf seinen Nachwuchs setzen kann. Mit dem Projekt „Schach bringt uns zusammen“ will der OSV junge Menschen mit Migrationshintergrund für Schach begeistern. Aktuell spielen 70 Mitglieder in sieben Teams. Dazu gibt es ein erfolgreiches PC-Fernschachteam um den mehrfachen deutschen Meister Gerhard Müller. spo

Wir danken der NOZ für den Artikel und die Freigabe auf unserer Homepage

Rathausempfang zum 100. Jubiläum

Etwa zwanzig OSV-Mitglieder fanden sich bei regnerischem Wetter am Nachmittag des 26. September 2019 zum Empfang im Friedenssaal des Rathauses von Osnabrück ein, darunter etliche im Vereinssweater.

 

Bürgermeister Uwe Görtemöller, auch sportpolitischer Sprecher der Stadt, wies in seiner Ansprache auf die historische Bedeutung des Ortes hin, in dem entscheidende Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien des Dreißigjährigen Krieges stattfanden und Weichen auf dem Weg zum Westfälischen Frieden gestellt wurden.

 

Im Weiteren wusste er die Rolle des Schachvereins Osnabrück als Botschafter der Stadt ebenso zu würdigen wie die früheren und heutigen sportlichen Erfolge unseres Vereins, der sich immerhin jahrelang in der zweiten Bundesliga halten konnte. Sehr lobend ging er auch auf die Festschrift zum Jubiläum und die darin enthaltene kritische Auseinandersetzung mit den Jahren nach 1933 und der später unterbliebenen Ver-gangenheitsbewältigung ein.

Ebenso hob er die Bemühungen des OSV hervor, durch eine breite Palette an Aktivitäten und Angeboten seiner gesellschaftlichen Verpflichtung zu Integration und Toleranz nachzukommen.

 

 

 

Unser herzlicher Dank für die Einladung gilt der Stadt Osnabrück und besonders Bürgermeister Uwe Görte-möller. Sehr gerne werden wir ihn bei seinem versprochenen Gegenbesuch im (dann hoffentlich sanierten) Baren-turm begrüßen!

 

Armin Stein

1. Vorsitzender

Tag der offenen Tür im Barenturm

Zahlreiche Mitglieder des Schachvereins, Eltern und Besucher stellten sich am vergangenen Sonntag bei bestem Spätsommerwetter zum Tag der offenen Tür des OSV im Barenturm ein und erlebten abwechslungsreiche Stunden.

Sowohl Ralph Bode (links), der Vorsitzende des Stadtsportbundes (SSB), als auch Jörg Tenninger (rechts), Vize-präsident des Niedersächsischen Schachverbands (NSV),

wußten nicht nur die historischen Verdienste des Schachvereins Osnabrück zu würdigen, sondern auch die heutigen vielfältigen sportlichen und kulturellen Aktivitäten des Vereins.

Mit herzlichem Dank wurden eine Gedenkplakette des SSB und eine entsprechende Urkunde des NSV sowie weitere Geschenke in Empfang genommen.

Ehrenplätze im hoffentlich bald sanierten Vereinslokal sind ihnen sicher.

Nach dem Sturm auf das leckere Buffet des spanischen Caterers und vielen informativen Gesprächen bei Tapas und Getränken

wurde es richtig ernst: An den auf der Terrasse der Vitischanze unter freiem Himmel aufgestellten Tischen trat unser Mitglied IM Christian Richter in einem Simultan gegen achtzehn Teilnehmer an.

Der strahlende Sonnenschein brachte die Teilnehmer zusätzlich ins Schwitzen, und von Zeit zu Zeit mischten sich von oben Vögel auf respektlose Weise in die Spiele ein.

Allem Ungemach zum Trotz bewies Christian eiserne Nerven und gewann siebzehn von achtzehn Partien – lediglich unser allseits hoch geschätzter Spielleiter Lukas Schiermeyer vermochte es, ihn zu besiegen.

Es war eine rundum gelungene Feier zum 100. Jubiläum. Nun folgt am kommenden Donnerstag um 16 Uhr der Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Görtemöller. Bitte findet Euch zahlreich ein!

Armin Stein 

1. Vorsitzender

 

Fotos: Lukas und Dennis

Tag der offenen Tür steht vor der Tür

Am kommenden Sonntag, dem 22. September, steht der Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres an, der Tag der Offenen Tür. Alle Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen! Zugesagt haben ihr Kommen auch Bürgermeister Görtemöller, Vertreter des Stadtsportbundes, des Niedersächsischen Schachverbandes und des Schachbezirks Osnabrück sowie Vertreter benachbarter Vereine und weitere Persönlichkeiten. Der Beginn ist um 14 h (Einlass wegen der … WeiterlesenTag der offenen Tür steht vor der Tür

Infostand in der Großen Straße am 14.09.

Die Aktionen und Feierlichkeiten unseres 100jährigen Vereinsjubiläums kommen in die heiße Phase! Vor dem Tag der Offenen Tür am 22. 09. und dem Empfang im historischen Friedenssaal des Rathauses am 26.09. wird am kommenden Samstag, dem 14. September, ein Infostand in der Großen Straße aufgebaut. Ab 10 h wird Lukas Schiermeyer mit  ein paar Helfern … WeiterlesenInfostand in der Großen Straße am 14.09.

Die Festschrift zum Jubiläum ist online!

Liebe OSV-Mitglieder,

mit der Online-Veröffentlichung unserer Festschrift zum 100. Jubiläum des Vereins möchten wir zum Ausdruck bringen, wie wichtig uns Transparenz und Offenheit sind. Die Festschrift will die bemerkenswerten sportlichen Erfolge und kulturellen Höhepunkte unserer abwechslungsreichen Vereinsgeschichte in Erinnerung rufen, ohne die Augen vor den Fehlern der Vergangenheit zu verschließen. Im Namen des gesamten Vorstands darf ich sagen, dass der OSV von heute sich als weltoffener und gastfreundlicher Verein versteht, der sich seiner gesellschaftlichen Verpflichtung zur sozialen und kulturellen Integration bewusst ist. In diesem Sinne wünschen wir allen Mitgliedern viel Freude bei der Lektüre der Festschrift, die in gedruckter Form auch weiterhin im Barenturm erhältlich sein wird.

 

Armin Stein

1. Vorsitzender